Die Immobilienmaklerin Meryl lebt getrennt von ihrem Mann Paul (Hugh Grant), seit dieser im Bett einer anderen Frau landete. Es kriselte in der Beziehung gewaltig, weil das New Yorker Vorzeigepaar Probleme bei der Fortpflanzung hat. Nach drei Monate des Bettelns hat der reumütige Paul seine Meryl zu einem Date überredet. Doch ihre Eheprobleme treten schlagartig in den Hintergund, als die beiden auf dem Heimweg einen Mord beobachten. Das Zeugenschutzprogramm bugsiert Mehr…
Regisseur Steven Soderbergh scheint das englische Sprichwort “If life hands you lemons, make lemonade” etwas zu wörtlich genommen zu habe: In seinem neuesten Werk The Informant nimmt Soderbergh einen Wirtschaftskandal aus den 90ern und versucht aus diesem tiefernsten Material eine schwungvolle Agenten-Komödie herauszupressen. Eins muss man ihm lassen: Der Mann hat keine Angst vor einer Herausforderung und einem ungewöhnlichen Blickwinkel, aber diesmal geht Soderberghs eigenwillige Taktik nicht ganz auf. The Informant schauen ist ungefähr so, wie einen sehr langen Witz zu hören, dessen Pointe einem erst nach längerem Grübeln ansatzweise aufgeht: Irgendwie lustig, aber so richtig zum lauthals Loslachen ist einem nicht zumute.
Die Story: Marc Whitacre (Matt Damon) ist ein hochrangiger Abteilungsleiter beim Agrar-Konzern Archer Daniels Midland (AMD). Als Biochemiker ist er dafür verantwortlich, die wegen eines Virus ins Stocken geratene Lysin-Produktion wieder zum laufen bringen. Seine Chefs glauben, ein Saboteur infiziere das Lysin immer wieder mit dem Erreger, was AMD monatlich sieben Millionen Dollar kostet. Als Whitacres Vorgesetze das FBI einschalten, schlägt der ambitionierte Wissenschaftler sich auf die Seite der Agenten Mehr…
Pärchen-Urlaub ist kein sehr spannendes Thema. Am Strand in der Sonne liegen und Cocktails schlürfen ist weder besonders actionreich noch wirklich romantisch. Ein Konflikt muss her. Mit All Inclusive – Auf Kuschelkurs schrieb Vince Vaughn nach Trennung mit Hindernissen zum zweiten Mal ein Drehbuch über das mögliche Ende von diesmal gleich mehreren Beziehungen: Vier Paare, von denen drei nur auf Urlaub aus sind, werden auf einer tropischen Insel zur Paar-Therapie gezwungen. Eigentlich wollten nur Cynthia (Kirsten Bell) und Jason (Jason Bateman) im Insel-Ressort „Eden“ an ihrer Beziehung arbeiten, wobei die anderen drei Ehepaare (Vince Vaughn, Kirsten Davis etc.) durch ihre Anwesenheit einen Discount für den Luxus-Urlaub herausgeholt haben. Ober-Therapeut Marcel (Jean Reno) macht jedoch schnell klar, dass die psychotherapeutische Nabelschau auf „Eden“ obligatorisch ist: Nimmt eins der Prächen nicht an der Therapie teil, müssen alle ihre Koffer packen. Das sorgt für jede Menge Ärger im Paradies.
Warum Junggeselle Vaughn sich schon wieder mit dem Thema Trennung auseinandersetzt, ist mir ein großes Rätsel. War die Scheidung seiner Eltern so hässlich, dass ihn das selbst im nicht gerade zarten Alter von Mehr…
Bisher der älteste Film auf meinem kleinen Filmblog, aber für einen idyllischen Abend vor Alpen-Panorama noch immer das nonplus Ultra. Und diese alte Kamelle ist noch immer aktuell: In Sam Mendes neuem Film Away We Go schauen ein paar Kinder The Sound of Music, nur dass das Musical für die Filmkinder nach der Gute-Nacht-Szene endet, damit den lieben kleinen die Nazi erspart bleiben. Hier der Anfang meiner ausführlichen Kritik auf Filmstarts.de:
“Wer glaubt, Whoopi Goldberg sei die erste singende Nonne der Filmgeschichte, ist schief gewickelt. Bereits 30 Jahre bevor Goldberg in „Sister Act“ im Kloster Zuflucht fand, wurde Julie Andrews in „The Sound Of Music“ wegen ihres ständigen Gesangs zeitweise aus dem Konvent verbannt. Nur ein Jahr nach ihrem endgültigen Durchbruch mit Mary Poppins drückteAndrews dem Musical-Genre hier erneut ihren Stempel auf: Ihre Version des Songs „The Sound Of Music“, bei dem sie glücklich durch die österreichischen Alpen tollt, ist inzwischen ein ähnlicher Klassiker der Filmmusikgeschichte wie „Supercalifragilisticexpialigetisch“. Novizin Maria (Julie Andrews, Plötzlich Prinzessin, Zahnfee auf Bewährung) ist alles andere als eine mustergültige Jungnonne. Ständig kommt sie zu spät, …”weiterlesen
Vielleicht muss man bereits eigenen Nachwuchs haben, damit man sich bei Horrorfilmen über Killerkinder so richtig gruseln kann? Mich persönlich fesselt die Frage, was mit diesem oder jenem Leinwand-Kind nicht stimmt, nur sehr bedingt. Die kleine Esther in Orphan, hinter deren niedlicher und kluger Fassade ein düsteres Geheimnis steckt, wird von Isabelle Fuhrman zwar mit einer abgeklärten Ruhe verkörpert, die einem Schauer über den Rücken jagt. Aber ernsthaftes Schaudern, wie zuletzt bei Carriers, hat das bei mir nicht ausgelöst.
Die Story der Drehbuch-Debütanten David Johnson und Alex Mace folgt dem üblichen Strickmuster: Kate (Vera Farmiga) und John (Peter Sarsgaard) adoptieren die Waise Esther (Isabelle Fuhrman), um die innere Lehre, die Kate nach einer Todgeburt trotz ihrer zwei leiblichen Kinder empfindet, zu füllen. Doch bald nachdem die vierköpfige Familie Esther aufnimmt, häufen sich die Unfälle Mehr…