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Archiv für die Kategorie ‘Filmkritik’

Das A-Team – alles andere als 1A

30. August 2010 Filmkritikerin 2 Kommentare

Nach dem miserablen Start an den US-Kinokassen war der Misserfolg hierzulande fast sicher. Schon in der ersten Woche wurde Das A-Team – Der Film von der hyper-infantilen Komödie Kindsköpfe vernichtend geschlage. Diese Woche wollten schon nur noch knapp 100.000 Menschen deutschlandweit sehen, was Hollywood aus der trashigen Kultserie gemacht hat. Da hat es auch nichts geholfen, dass die Darsteller ihren Film gegen schlechte Reviews in Schutz nahmen. Trotz oder vielleicht gerade weil ich als Kind immer gerne Das A-Team geschaut habe, bin ich ebenfalls nicht gerade begeistert von der Verfilmung, wie ihr meiner Kritik aus der August-Raveline entnehmen könnt. In Gedenken an die gute alte Zeit gibts vorweg noch den klassischen A-Team-Vorspann:

A-Team-Kritik aus der Raveline

Der Charme der allseits beliebten 80er Jahre-TV-Serie „Das A-Team“ bestand darin, aus begrenzten Mitteln das Beste zu machen: z. B. den Van notfalls mit Bratpfannen kugelsicher zu machen, um einer alten Dame aus dem Schlamassel zu helfen. Der Film holt aus der Fülle an Ressourcen, Mehr…

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Distanz ab Donnerstag

Mein Geheimtipp für dieses Kinowochenende ist “Distanz”, das Debüt von Thomas Sieben. Schon auf der Berlinale 2009 war ich ziemlich beeindruckt von diesem kleinen Film und freue mich sehr, dass er es nun in den Verleih und damit in die Lichtspielhäuser geschafft hat. Der aktuelle Trailer vermarktet “Distanz” als Liebesfilm, so wie er ausschaut. Ich habe unten den “Directors Cut” Trailer eingebaut, da wird schon etwas klarer, dass es bei “Distanz” auch um Tod und nicht nur um Liebe geht.

Meine Kritik zu “Distanz” aus der aktuellen Raveline:

Warum wird ein Mensch zum Killer? Das ist die Frage, die sich der Zuschauer bei Thomas Siebens Filmdebüt „Distanz“ fortwährend stellt. Sieben jedoch geht das Thema stoisch-philosophisch an, umgeht jegliche Antworten auf diese Frage und hält den Zuschauer ebenso auf Distanz zu Protagonist Daniel (Duken), wie dieser Mann mit der Lust am Töten die Menschen in seiner Umgebung auf Abstand hält. Daniels Kollegen ziehen ihn im botanischen Garten, wo er als Gärtner arbeitet, auf. Daniel zeigt keine Gefühlsregung. Später stiehlt er einer Gruppe Jäger ein Gewehr und erschießt aus großer Distanz zwei Menschen im botanischen Garten. Die hübsche Jana (Weisz), die im Büro des Parks arbeitet, macht Daniel Avancen. Er zeigt kaum eine Reaktion. Jana hält ihn für schüchtern, Mehr…

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Karate Kid vs. Remake-Bulldozer

Ich weiß immer noch nicht so genau, was an Karate Kid damals in den späten 80ern und frühen 90ern so toll war, dass ich mir etliche TV-Wiederholungen reingezogen habe. Das Remake mit Will Smith-Sprösling Jaden hat mir da auch keine Eingebung beschert, aber schon genügend Spaß  gemacht, um nicht allzu erbost über die Neuauflage zu sein – siehe meine Kritik aus der Juli-Raveline:

Den hollywoodschen Remake-Bulldozer können nicht mal das kampferprobte Karate Kid und sein flinker Lehrmeister aufhalten. Die Neuverfilmung des 80er Jahre Kampfsport-Kultfilms „Karate Kid“ müsste aber eigentlich Kung-Fu Kid heißen, da der Protagonist seiner Mutter nicht nach Kalifornien, sondern nach China folgen muss – und da wird natürlich keine japanische Kampfkunst gelehrt. „Karate Kid“ ist anständiges Popkorn-Kino mit ansprechend choreographierten Action-Szenen und ein paar unfreiwillig komischen Stellen. Positiv überrascht, dass der erst 12-jährige Jaden Smith die Rolle, die im Original von einem 20-Jährigen gespielt wurde, körperlich und geistig ausfüllen kann. Die Story ist fast unverändert: Dre (Smith) zieht allein mit seiner Mutter (Henson) ins Reich der Mitte und gerät dort mit den Schul-Schlägern aneinander, weil er sich in Mei Ying (Han) verknallt. Die Schulrüpel bekommen von ihrem strengen Meister Lektionen in Kung-Fu und Grausamkeit, die sie sofort an Dre erproben. Nachdem der Hausmeister Mr. Han (Chan) den kleinen Amerikaner aus diesem Handkanten-Hagel rettet und sich dabei als Kung-Fu-Meister Mehr…

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Please Give – Zwischen Almosen und Neurosen

25. Juli 2010 Filmkritikerin 1 Kommentar

Während der Berlinale war Nicole Holofceners Geschichte über zwei New Yorker-Familien eine lustige Abwechslung von einem Festival voller, teils dröger, Ernsthaftigkeiten. Im Rückblick erscheint die Woody-Allen-eske Komödie noch witziger: Meine Kritik zum Sonntagnachmittag-Spaß für die ganze Familie ist nun in der Raveline erschienen:

Wie viel Wohltätigkeit ist zu viel des Guten? Dieser Frage geht Nicole Holofcener in ihrer Komödie „Please Give“ auf unterhaltsame und einleuchtende Weise nach. Die Geschichte von Kate (Keener), die zusammen mit ihrem Mann Alex (Platt) ein Möbelgeschäft in New York betreibt und ein schlechtes Gewissen hat, weil sie die Möbel oft den Kindern Verstorbener zu Spottpreisen abluchst, mutet an wie ein Woody-Allen-Film – ohne dessen Umständlichkeiten. Kate versucht das schlechte Gefühl in der Magengegend, das ihr einträglicher Job ihr bereitet, durch exzessives Mehr…

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Filmkritik: Mr. Nobody mit Jared Leto

Die Kritik zu Jaco von Dormaels Sci-Fi-Drama erschien vor drei Wochen in der Juli-Ausgabe der Raveline.

„Nobody’s Perfect“ möchte man manchem Filmemacher aufmunternd zurufen, die Meister der vertrackten Erzählweise wie Christopher Nolan nacheifern. Jaco von Dormaels Sci-Fi-Drama „Mr. Nobody“ muss den Vergleich mit Nolan allerdings abgesehen vom relativ einfach zu erahnenden Schluss-Twist nicht scheuen. Die Geschichte von Nemo Nobody (Leto), dessen Eltern sich trennen, als er neun ist, gibt dem Zuschauer genügend Rätsel auf, um durchweg spannend zu bleiben. Am Bahnhof muss Nemo sich entscheiden: Soll er bei seinem Vater (Ifans) im Heimatdorf bleiben? Oder mit der Mutter (Little) in die Großstadt gehen? Nacheinander zeigt uns Dormael in einer gigantischen Was-wäre-wenn-Story, wie Nemos Leben verlaufen könnte. Wird er im Haus seiner Mutter mit Stiefschwester Anna (Kruger, Temple) eine heimliche Romanze beginnen? Oder während er sich um seinen gelähmten Vater kümmert, der selbstzerstörerischen Mehr…

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